Der lange Weg

vom ersten Schießlokal bis zum eigenen Schützenhaus

 

In Streitau gab es einst vier Wirtshäuser (und noch manch andere mit Schankerlaubnis oder Gaststättenkonzession). Die vorstehende Ansichtskarte - dankenswerterweise von Familie Kniebe zur Verfügung gestellt - zeigt die vier Wirtshäuser von oben links im Uhrzeigersinn: Foerster, Nüssel (Koppmeier), Goller und Oertel. Im zuletzt genannten Wirtshaus 'Schwarzer Adler' der Familie Oertel erfolgte am 29.11.1951 die Gründung der Schützengesellschaft Streitau e.V.. Hier befand sich im großen Saal ein einziger Schießstand. Leider wurde das Gasthaus am 01.09.1954 geschlossen und wir mussten uns eine neue Bleibe suchen.

P.S. In der Mitte der Ansichtskarte ist das Schulhaus abgebildet. Wer die Kinder mit dem Leiterwagen sind, ist nicht bekannt.

 

       

Unser Schützenmitglied Hans Foerster hatte ein Einsehen und bot den Saal im 1. Stock seiner Gastwirtschaft an. Der Umzug erfolgte am 07.10.1954 und zwei Monate später wurde der Schießsaal bereits in Betrieb genommen. Hier konnten wir an zwei, später drei Schießständen unserem Hobby frönen, mussten diese allerdings regelmäßig auf- und abbauen. Ab 1989 hatten wir sogar ein separates Schützenstüberl. Einen gewaltigen Umbruch brachte das Jahr 2011, als unser Vereinswirt Josef Foerster seine Gastwirtschaft und Metzgerei im Dezember schloss. Ab dem Zeitpunkt wurden wir zu Selbstversorgern, Veranstaltungen hielten wir zukünftig in der Gastwirtschaft Nüssel ab. Eine räumliche Verbesserung gelang uns im Jahr 2012 und wir zogen mit dem Schützenstüberl in ein daneben liegendes Zimmer um.

 

Die begrenzten Schießmöglichkeiten in der Gastwirtschaft Foerster und der Wunsch nach Eigenständigkeit waren immer wieder Anlass, sich nach einer neuen Unterkunft umzusehen. Das leerstehende Gebäude der Raiffeisenbank wurde als ideales Objekt eingeschätzt. Jedoch scheiterten wir zweimal knapp am Kauf des Gebäudes. Im Jahr 2002 erhöhte die Raiffeisenbank nach Erfolg versprechenden Verhandlungen völlig unerwartet den Kaufpreis und im Jahr 2016 kam uns leider der Gesangverein zuvor. Ehrlich gesagt, in beiden Fällen fühlten wir uns von der Raiffeisenbank ziemlich verarscht.

 

        Gasthof 'Zum Schwan'

Ende 2016 war es dann doch soweit. Die Familie Goller hatte ihr Anwesen - den ehemaligen Gasthof 'Zum Schwan'  - zum Verkauf angeboten und in der Vorstandssitzung am 25.11.2016 wurde der Kauf mehrheitlich beschlossen. Am 9.03.2017 unterzeichneten unsere Vorstände Helmut Nüssel und Wolfgang Smorra den Kaufvertrag. Den Kaufpreis spendete Ehrenvorstand Gerhard Tscheuschner.

Was nun folgt war der finanzielle und körperliche Kraftakt einiger Schützenfamilien bei der Renovierung und des Umbaus zum Schützenhaus. Ende März wurde damit begonnen und im August zogen wir in unser neues Zuhause um.

Hier die Arbeitsfortschritte in Bildern: